Bereich Umwelt-/Biotechnologie

  • Methanisierung von CO2 aus Biogas mittels mikrobieller Elektrosynthese - BMBF C33RC013B                  (Laufzeit: 01.09.2016 – 31.08.2019)

    Die Zielsetzung des Projektvorhabens (durch die Europäische Union finanziell unterstützt) liegt zunächst darin, die mikrobielle Elektrosynthese in eine industrielle Biogasanlage zu integrieren, dabei direkt das unreine CO2 der Biogasanlage mit Hilfe eines Biokatalysators und Überschussstrom aus erneuerbaren Energiequellen bei möglichst geringem Energieeinsatz in Methan umzusetzen und so nicht nur die Methanproduktion der Biogasanlage zu steigern, sondern auch Stromüberschüsse in einen chemischen Energiespeicher zu speichern. Bei Erreichen der Projektziele kann so das Biogas (CO2 und CH4) in reines Methan umgewandelt und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Damit entfällt der Bau teurer Aufbereitungsanlagen für die CO2-Abtrennung. Gleichzeitig ergibt sich eine Möglichkeit zur dezentralen Nutzung von Überschussstrom und Speicherung der Energie im Erdgasnetz bzw. der Rückverstromung des Methans bei Strombedarf.

Bereich Wachschemie

  • Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Wachs-Additiv-Netzwerken mittels modifizierter Sprühmikronisierung - IB 1704/00080 (Laufzeit: 15.05.2017 - 14.05.2019)

    Im Rahmen der Entwicklungsarbeiten (durch die Europäische Union finanziell unterstützt) sollen neuartige Wachs-Additiv-Netzwerke sowohl auf Basis sprühmikronisierter Naturwachse als auch synthetischer Wachse entwickelt werden. Die Erzeugung soll primär über eine definierte und reproduzierbare Strukturierung der Oberfläche, die durch eine Immobilisierung von Mikronisaten erreicht wird, erzielt werden. Damit sind diese Netzwerke Agglomeraten auf der Grundlage physikalischer Wechselwirkungen (Oberflächenenergie der Wachse) deutlich überlegen. Wesentliche Entwicklungsthemen sind die Vernetzung der sprühmikronisierten (Natur)wachse bei gleichzeitigem Erhalt der Mikrostruktur und die Implementierung der Mikronisierung und der Vernetzung der sprühmikronisierten (Natur)wachse in eine verfahrenstechnische Lösung.

  • Entwicklung einer silikonfreien Trennschicht für die Prepreg- und Composite-Herstellung mittels vernetzbarer, mikronisierter (Natur)wachse und Eruierung möglicher Vernetzungsreaktionen - AiF ZIM ZF 4218603                 (Laufzeit: 01.03.2017 - 28.02.2019)
  • Gewinnung von hochwertigen, hellen Naturwachsen für die Lebensmittel- und pharmazeutische Industrie - SAB 100232936 (Laufzeit: 01.03.2016 – 28.02.2018)

    Im Rahmen der Entwicklungsarbeiten (durch die Europäische Union finanziell unterstützt) soll ein neues, alternatives Verfahren auf Basis der Hochdruckextraktion entwickelt werden, um helle Wachse mit einer hohen Wertschöpfung aus natürlichen Rohstoffquellen zu generieren. Als Extraktionsmittel wird überkritisches Kohlendioxid (CO2) genutzt, was eine sehr gute Löslichkeit für unpolare Substanzen wie Öle, Fette und Wachse aufweist. Durch die Entspannung des überkritischen CO2 fallen die Wachse in gereinigter Form aus. Da das gasförmige CO2 nicht als Lösungsmittelrückstand im Wachs verbleibt, muss das Wachs keinem weiteren Reinigungsprozess unterzogen werden und kann dann in der Pharma- und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Gleichzeitig sollen die Harze im Extraktionsrückstand identifiziert und Verwertungsstrategien für ein zusätzliches Vermarktungsprodukt erarbeitet werden.