BMBF
EU Sachsen Anhalt
EU Sachsen

Bereich Altölaufbereitung

  • Entwicklung eines Spezialkatalysatorsystems für die Raffination – speziell für die Entschwefelung bei niedrigen Drücken von <30 bar (27.08.2015 – 31.08.2017)

    Im Rahmen der Entwicklungsarbeiten zur Raffination von Mitteldestillatfraktionen aus der Direktverölung nachwachsender Rohstoffe bzw. Abfallfraktionen wird die Entschwefelung bei niedrigen Drücken von <30 bar durch die Europäische Union finanziell unterstützt. Dieses Projekt fokussiert auf die Entwicklung von Hochleistungskatalysatoren für den genannten Anwendungsbereich. Folgende technische Funktionalitäten sollen durch das neu entwickelte Katalysatorsystem realisiert werden. Absenkung des Druckes auf unter 30 bar und damit die Absenkung der Nenndruckstufe auf PN 40 sowie die spezifische Auslegung auf die Entschwefelung des Rohdiesels. Durch die neu gewonnenen Funktionalitäten können die Rohrwanddicken verringert werden und somit besteht ein deutlich geringerer Materialaufwand. Es wird so die Effizienz derartiger Anlagen gesteigert und die Rentabilität der Raffinationsstufe wesentlich erhöht.

Bereich Umwelt-/Biotechnologie

  • Methanisierung von CO2 aus Biogas mittels mikrobieller Elektrosynthese (01.09.2016 – 31.08.2019)

    Die Zielsetzung des Projektvorhabens liegt zunächst darin, die mikrobielle Elektrosynthese in eine industrielle Biogasanlage zu integrieren, dabei direkt das unreine CO2 der Biogasanlage mit Hilfe eines Biokatalysators und Überschussstrom aus erneuerbaren Energiequellen bei möglichst geringem Energieeinsatz in Methan umzusetzen und so nicht nur die Methanproduktion der Biogasanlage zu steigern, sondern auch Stromüberschüsse in einen chemischen Energiespeicher zu speichern. Bei Erreichen der Projektziele kann so das Biogas (CO2 und CH4) in reines Methan umgewandelt und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Damit entfällt der Bau teurer Aufbereitungsanlagen für die CO2-Abtrennung. Gleichzeitig ergibt sich eine Möglichkeit zur dezentralen Nutzung von Überschussstrom und Speicherung der Energie im Erdgasnetz bzw. der Rückverstromung des Methans bei Strombedarf.

Bereich Wachschemie

  • Wertstoffe aus Naturwachsen (01.09.2015 – 31.08.2017)

    Im Rahmen der Entwicklungsarbeiten sollen mögliche Verwendungswege für Naturwachse, durch die Europäische Union finanziell unterstützt, erarbeitet werden. Naturwachse bestehen aus Komponenten unterschiedlicher Stoffgruppen, darunter C18 - C32-Fettalkohole und Fettsäuren, Hydroxycarbonsäuren, aromatische Carbonsäuren, unveresterte Diole, langkettige Wachssäuren, gesättigte Kohlenwasserstoffe und Harze. Für jede dieser Fraktionen gibt es interessante und ökonomisch Anwendungen in der Pharmazie, Kosmetik und in der Technik. Im Rahmen des Projekts soll die qualitative und quantitative analytische Charakterisierung der Wachse bezüglich aller Inhaltsstoffe vorgenommen, Extraktionsmethoden für die Abtrennung und Reinigung ausgewählter Zielprodukte entwickelt, Applikationsuntersuchungen mit Produktmustern bei potentiellen Abnehmern durchgeführt, ein Verfahrensschema für die Gewinnung der ausgewählten Zielprodukte erarbeitet und das Verfahren im Pilotmaßstab optimiert werden, um die Grundlagen für eine industrielle Überführung zu schaffen.

  • Gewinnung von hochwertigen, hellen Naturwachsen für die Lebensmittel- und pharmazeutische Industrie (01.03.2016 – 28.02.2018)

    Im Rahmen der Entwicklungsarbeiten (durch die Europäische Union finanziell unterstützt) soll ein neues, alternatives Verfahren auf Basis der Hochdruckextraktion entwickelt werden, um helle Wachse mit einer hohen Wertschöpfung aus natürlichen Rohstoffquellen zu generieren. Als Extraktionsmittel wird überkritisches Kohlendioxid (CO2) genutzt, was eine sehr gute Löslichkeit für unpolare Substanzen wie Öle, Fette und Wachse aufweist. Durch die Entspannung des überkritischen CO2 fallen die Wachse in gereinigter Form aus. Da das gasförmige CO2 nicht als Lösungsmittelrückstand im Wachs verbleibt, muss das Wachs keinem weiteren Reinigungsprozess unterzogen werden und kann dann in der Pharma- und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Gleichzeitig sollen die Harze im Extraktionsrückstand identifiziert und Verwertungsstrategien für ein zusätzliches Vermarktungsprodukt erarbeitet werden.

  • Entwicklung einer silikonfreien Trennschicht für die Prepreg- und Composite-Herstellung mittels vernetzbarer, mikronisierter (Natur)wachse und Eruierung möglicher Vernetzungsreaktionen (01.03.2017 - 28.02.2019)